Ja, Photovoltaik und Wärmepumpe zu kombinieren lohnt sich auch unter dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) 2026 — sogar mehr als zuvor. Obwohl Gas- und Ölheizungen wieder erlaubt sind, machen CO2-Steuer, Grüngasquote und EU-Emissionshandel fossile Heizungen bis 2030 um 850–2.050 Euro/Jahr teurer. PV + Wärmepumpe spart über 20 Jahre bis zu 30.000 Euro und mehr gegenüber Gas.
Das Wichtigste in Kürze
- Neues Heizungsgesetz (GMG): Die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien fällt. Gas- und Ölheizungen sind wieder uneingeschränkt erlaubt (voraussichtlich ab 01.07.2026).
- Aber: Grüngasquote, steigende CO2-Steuer und EU-Emissionshandel machen fossile Heizungen bis 2030 um 850–2.050 Euro pro Jahr teurer.
- Photovoltaik + Wärmepumpe senken Heizkosten um 40–60 % bei optimaler Konfiguration. Solarstrom kostet 8–12 ct/kWh statt 35+ ct/kWh Netzstrom.
- Förderung: Bis zu 70 % für Wärmepumpen (KfW 458) + 0 % MwSt. auf PV. Gesichert bis mindestens 2029.
- Fazit: Egal was die Regierung entscheidet – wer auf PV + Wärmepumpe setzt, macht sich unabhängig von Energiepreisen und Gesetzen.
Die schwarz-rote Koalition hat am 24. Februar 2026 die Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgelegt. Die Kernbotschaft: Die umstrittene 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen wird auf Anlagenebene gestrichen und durch eine Grüngasquote auf Lieferantenebene ersetzt. Gas- und Ölheizungen sind wieder uneingeschränkt erlaubt (Quelle: Deutschlandfunk / Tagesspiegel, Februar 2026).
Viele Eigenheimbesitzer atmen jetzt erst einmal auf: „Dann kann ich ja doch bei Gas bleiben.“ Verständlich – aber gefährlich kurz gedacht. Denn hinter der scheinbaren Entwarnung versteckt sich eine fossile Kostenfalle, die in den kommenden Jahren spürbar zuschnappt.
In diesem Artikel zeigen wir dir mit konkreten Zahlen: Warum es sich lohnt, Photovoltaik und Wärmepumpe zu kombinieren – auch und gerade unter dem neuen Heizungsgesetz. Wir rechnen durch, vergleichen die Kosten über 20 Jahre und erklären, warum diese Kombination 2026 sogar noch attraktiver wird als bisher.
1. Was ändert sich mit dem neuen Heizungsgesetz (GMG)?
Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) – besser bekannt als „Heizungsgesetz“ – hatte seit 2024 eine klare Regel: Wer eine neue Heizung einbaut, muss mindestens 65 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien decken. Diese Regel fällt mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) komplett weg.
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
| Regelung | Bisheriges GEG | Neues GMG (Entwurf) |
|---|---|---|
| 65-Prozent-Erneuerbare-Regel | Pflicht bei Heizungstausch | Abgeschafft |
| Gas-/Ölheizung einbauen | Stark eingeschränkt | Wieder uneingeschränkt erlaubt |
| Grüngasquote | Keine | Ab 2028: 1 %, ab 2029: 10 %, schrittweise steigend bis 2040 |
| Förderung für Wärmepumpe | Bis 70 % (KfW 458) | Bleibt bis mindestens 2029 bestehen |
| Zeitplan | In Kraft seit 01.01.2024 | Gesetzentwurf bis Ostern 2026, Inkrafttreten voraussichtlich 01.07.2026 |
Im Kern: Die Bundesregierung setzt statt auf Ordnungsrecht (Verbote) auf einen marktwirtschaftlichen Mechanismus: die Grüngasquote. Ab 2028 müssen Gasversorger zunächst 1 Prozent, ab 2029 dann 10 Prozent ihres Gases aus erneuerbaren Quellen (Biomethan, grüner Wasserstoff) beziehen. Dieser Anteil soll bis 2040 schrittweise steigen (Quelle: t-online / Tagesspiegel, Februar 2026).
Klingt harmlos?
Genau hier beginnt die Kostenfalle. Denn wer die Grüngasquote bezahlt, das bist am Ende: du als Gaskunde.
2. Wie viel teurer wird Gas 2026 durch CO2-Steuer und Grüngasquote?
„Super, dann behalte ich einfach meine Gasheizung“ – das ist die Reaktion, die viele Eigenheimbesitzer gerade haben. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt drei Kostenblöcke, die Gas in den kommenden Jahren immer teurer machen.
Kostenblock 1: Die CO2-Steuer steigt weiter
Seit 2021 gibt es in Deutschland einen CO2-Preis auf fossile Brennstoffe. 2026 liegt dieser bei 55–65 Euro pro Tonne CO2 (Quelle: Bundesregierung / EcoFlow, 2026). Das sind bereits heute rund 1,5–1,7 Cent pro Kilowattstunde Gas, die du zusätzlich zahlst.
Der CO2-Preis wird weiter steigen. Ein konkreter Pfad über 2026 hinaus steht noch nicht fest, aber die EU-Klimaziele erfordern deutlich höhere Preise. Zum Vergleich: Das Umweltbundesamt empfiehlt einen CO2-Preis von mindestens 200 Euro pro Tonne, um die tatsächlichen Klimaschäden abzubilden.
Kostenblock 2: Die Grüngasquote – teuer und kaum lieferbar
Die geplante Grüngasquote klingt nach einer eleganten Lösung. In der Praxis hat sie ein gewaltiges Problem: Es gibt nicht genug grünes Gas.
Deutschlands Gasverbrauch liegt bei rund 245 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Dem gegenüber steht eine verfügbare Biomethan-Menge von nur rund 10 Milliarden Kilowattstunden (Quelle: BDEW / Sparkasse.de). Das sind gerade einmal 4 Prozent des Bedarfs. Biomethan ist also ein knappes Gut – und knappe Güter werden teuer.
Was bedeutet das für deinen Geldbeutel?
| Quelle | Haushaltsgröße | Erwartete Mehrkosten pro Jahr | Ursache |
|---|---|---|---|
| IW Köln / Wuppertal Institut | 2-Personen-Haushalt | + ca. 350 Euro/Jahr | Grüngasquote |
| IW Köln | EFH (23.000 kWh) | + ca. 490 Euro/Jahr | Grüngasquote |
| ZEW (Leibniz-Zentrum) | 4-Personen-Haushalt | + bis zu 1.000 Euro/Jahr | CO2-Steuer + ETS 2 (gesamt) |
Und das sind nur die Kosten für die Grüngasquote. Hinzu kommen die ohnehin steigenden Gaspreise und die CO2-Steuer. Die genaue Ausgestaltung der Grüngasquote ist noch Gegenstand des Gesetzgebungsverfahrens (Stand März 2026).
Kostenblock 3: EU-Emissionshandel (ETS 2) ab 2028
Ab 2028 kommt ein zusätzlicher Kostentreiber: Das EU-Emissionshandelssystem ETS 2 erfasst dann auch den Gebäudesektor. Das bedeutet, dass neben dem nationalen CO2-Preis eine weitere Abgabe auf fossile Brennstoffe fällig wird. Erste Prognosen deuten auf einen zusätzlichen Preisaufschlag hin — die genaue Höhe ist jedoch noch unklar, da der ETS-2-Markt erst 2028 startet (Quelle: ZEW-Präsident Achim Wambach rechnet für Vier-Personen-Haushalte mit Mehrkosten von bis zu 1.000 Euro jährlich durch CO2-Bepreisung insgesamt).
Kostenblock 4: Steigende Netzentgelte
Ein Effekt, den wenige auf dem Schirm haben: Je mehr Haushalte vom Gasnetz abgehen und auf Wärmepumpe umsteigen, desto weniger Kunden verbleiben im Gasnetz. Die Fixkosten für Wartung und Betrieb des Gasnetzes verteilen sich auf immer weniger Schultern. Die Folge: Die Netzentgelte steigen – und zwar für alle, die noch Gas beziehen.
Die fossile Kostenfalle in Zahlen (Prognose)
Ein Einfamilienhaus mit Gasheizung und 20.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr muss bis 2030 mit folgenden Mehrkosten rechnen:
- CO2-Steuer: + 300–600 Euro/Jahr (je nach Preisentwicklung)
- Grüngasquote: + 350–500 Euro/Jahr
- ETS 2 (ab 2028): + 150–300 Euro/Jahr
- Steigende Netzentgelte: + 50–150 Euro/Jahr
- Summe: + 850–2.050 Euro Mehrkosten pro Jahr gegenüber heute
3. Lohnt es sich, Photovoltaik und Wärmepumpe zu kombinieren? Die Rechnung
Genug von den Hiobsbotschaften – schauen wir uns die Lösung an. Die Kombination aus Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher und Wärmepumpe ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern rechnet sich ganz nüchtern.
Rechenbeispiel: Einfamilienhaus in Norddeutschland
Nehmen wir ein typisches Einfamilienhaus in Schleswig-Holstein oder im Hamburger Umland. Baujahr um 2000, 140 Quadratmeter Wohnfläche, 4-Personen-Haushalt, bisher Gasheizung.
* Gaspreis: Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser ca. 11 ct/kWh (Quelle: BDEW-Gaspreisanalyse, Stand Januar 2026). Neukundentarife ab ca. 10 ct/kWh möglich.
Variante A: Gasheizung behalten (mit Grüngasquote)
| Kostenposition | Jährliche Kosten (Prognose) |
|---|---|
| Gasverbrauch (20.000 kWh × ca. 0,11 €/kWh)* | 2.200 Euro |
| CO2-Steuer (steigend) | 300–600 Euro |
| Grüngasquote (ab 2028/2029) | 350–500 Euro |
| ETS 2 (ab 2028) | 150–300 Euro |
| Wartung Gasheizung | 250 Euro |
| Jährliche Gesamtkosten (ab ca. 2029) | 3.250–3.850 Euro |
| Kosten über 20 Jahre | ca. 65.000–80.000 Euro |
Variante B: PV-Anlage (10 kWp) + Batteriespeicher (10 kWh) + Wärmepumpe
| Kostenposition | Betrag |
|---|---|
| PV-Anlage 10 kWp (0 % MwSt.) | ca. 12.000–15.000 Euro |
| Batteriespeicher 10 kWh (inkl. Installation) | ca. 6.000–10.000 Euro |
| Wärmepumpe (vor Förderung) | ca. 25.000–35.000 Euro |
| Gesamtinvestition (brutto) | ca. 43.000–60.000 Euro |
| Abzüglich KfW-Förderung Wärmepumpe (bis 70 % auf max. 30.000 €)* | - bis zu 21.000 Euro |
| Eigenanteil nach Förderung | ca. 22.000–39.000 Euro |
Laufende Kosten mit PV + Wärmepumpe
| Position | Jährliche Kosten |
|---|---|
| Reststrom aus dem Netz (ca. 20–40 % des Bedarfs) | 600–1.200 Euro |
| Wartung Wärmepumpe | 150–200 Euro |
| Einspeisevergütung (Einnahmen) | - 200–400 Euro |
| Jährliche Nettokosten | ca. 550–1.000 Euro |
| Kosten über 20 Jahre (inkl. Investition) | ca. 33.000–59.000 Euro |
* Die KfW berechnet die Förderung auf maximal 30.000 Euro förderfähige Kosten. Bei einer Wärmepumpe für 35.000 Euro werden also nur 30.000 Euro bezuschusst. PV-Anlage und Batteriespeicher sind nicht über KfW 458 förderfähig — sie profitieren von der Mehrwertsteuerbefreiung (0 % MwSt.).
Ergebnis: PV + Wärmepumpe spart über 20 Jahre bis zu 30.000 Euro und mehr
Der Schlüssel: Solarstrom-Gestehungskosten
Warum funktioniert die Rechnung so gut? Der entscheidende Faktor sind die Stromgestehungskosten:
| Stromquelle | Kosten pro kWh |
|---|---|
| Eigener Solarstrom (PV-Anlage) | 8–12 Cent |
| Netzstrom (Haushaltstarif 2026) | 35–40 Cent |
| Faktor Ersparnis | 3x–4x günstiger |
Jede Kilowattstunde, die deine Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom betreibt, kostet dich also nur ein Viertel bis ein Drittel des Netzstrompreises. Mit einem Batteriespeicher erreichst du eine Eigenverbrauchsquote von 60–80 Prozent. Das bedeutet: Der Großteil deiner Heizenergie kommt praktisch kostenlos vom eigenen Dach.
Hinweis:
Die Zahlen in diesem Rechenbeispiel sind konservative Schätzungen und dienen der Orientierung. Die tatsächlichen Kosten und Einsparungen hängen von vielen individuellen Faktoren ab: Dachausrichtung, Gebäudedämmung, Heizverhalten, konkrete Förderhöhe und Energiepreisentwicklung. Wir erstellen dir gerne eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung.
4. Heizkosten senken mit Photovoltaik 2026: Welche Optionen gibt es?
Selbst wenn du (noch) keine Wärmepumpe planst: Eine PV-Anlage lohnt sich 2026 auf mehreren Wegen gleichzeitig. Der Schlüssel: Heizkosten senken mit Photovoltaik funktioniert auch ohne großen Heizungsumbau.
Eigenverbrauch steigern – sofort sparen
Schon ein einfacher Heizstab im vorhandenen Warmwasserspeicher kann überschüssigen Solarstrom in Wärme umwandeln. Kosten: wenige hundert Euro. Effekt: Du nutzt Solarstrom, der sonst für wenige Cent ins Netz eingespeist würde, um dein Warmwasser zu erwärmen. Das spart Gaskosten – ohne große Investition.
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe geht noch einen Schritt weiter: Sie nutzt Solarstrom hocheffizient für die Warmwasserbereitung und reduziert den Gasverbrauch deiner bestehenden Heizung um 15–25 Prozent.
Energy Sharing: Solarstrom an Nachbarn verkaufen
Ab dem 01. Juni 2026 tritt eine Regelung in Kraft, die die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen grundlegend verändert: Energy Sharing (§ 42c EnWG). Damit kannst du deinen überschüssigen Solarstrom über das bestehende Stromnetz direkt an Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder weitergeben – zu einem Preis, der für beide Seiten attraktiver ist als der reguläre Stromtarif (Quelle: Energiewirtschaftsgesetz / Energie-Fachberater).
Statt 8 Cent Einspeisevergütung kannst du deinen Strom für einen fairen Preis weitergeben – und dein Gegenüber zahlt weniger als beim Energieversorger. Wichtig: Es fallen weiterhin Netzentgelte und Umlagen an (laut Verbraucherzentrale ca. 10–15 ct/kWh), was den Vorteil etwas schmälert — trotzdem bleibt eine deutlich bessere Vergütung als die reine Einspeisung.
Dynamische Stromtarife nutzen
Immer mehr Anbieter bieten dynamische Stromtarife an, bei denen der Preis pro Kilowattstunde je nach Tageszeit und Angebot schwankt. Mit einer PV-Anlage und Speicher kannst du davon doppelt profitieren: Günstig laden, wenn der Strom billig ist – und deinen eigenen Strom nutzen oder einspeisen, wenn der Preis hoch ist.
Unabhängigkeit von politischen Entscheidungen
Das ist vielleicht das stärkste Argument: Solarstrom vom eigenen Dach ist unabhängig von politischen Entscheidungen. Egal ob das Heizungsgesetz verschärft oder gelockert wird, ob der Gaspreis steigt oder fällt, ob neue Abgaben kommen oder alte fallen: Deine PV-Anlage produziert Strom zu konstanten Kosten – 25 Jahre lang und länger. Übrigens: Wer die Wallbox fürs E-Auto mit Solarstrom speist, kann per PV-Überschussladen zusätzlich sparen. Und bei einem Stromausfall liefert die Anlage mit Speicher weiterhin Energie.
5. Welche Förderung gibt es 2026 für Wärmepumpe und PV – und warum jetzt handeln?
Manche Eigenheimbesitzer denken sich: „Ich warte erst einmal ab und schaue, wie sich alles entwickelt.“ Das ist menschlich verständlich – aber es gibt gute Gründe, warum Abwarten die teurere Option sein könnte.
Grund 1: Die Förderung ist bis 2029 gesichert – danach nicht
Die KfW-Förderung für Wärmepumpen (Programm 458) läuft bis mindestens 2029 mit bis zu 70 Prozent Förderquote. Was danach kommt, weiß niemand. Der Klima-Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent, den es für den vorzeitigen Austausch alter Öl- oder Gasheizungen gibt, gilt bis 31.12.2028 in voller Höhe und wird danach alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte reduziert (Stand März 2026). Wer jetzt handelt, sichert sich die maximale Förderung.
| Förderkomponente (KfW 458) | Höhe |
|---|---|
| Grundförderung Wärmepumpe | 30 % |
| Klima-Geschwindigkeitsbonus (Austausch alte Heizung) | + 20 % |
| Einkommensabhängiger Bonus (bis 40.000 Euro Haushaltseinkommen) | + 30 % |
| Maximale Förderquote | bis 70 % |
Für PV-Anlagen bis 30 kWp gilt weiterhin 0 Prozent Mehrwertsteuer und die Befreiung von der Einkommensteuer (Quelle: Bundesregierung, Stand März 2026).
Grund 2: Das GMG könnte verfassungsrechtlich angefochten werden
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ist juristisch nicht unumstritten. Mehrere Rechtsexperten sehen ein Verschlechterungsverbot gegenüber dem bisherigen GEG:
- Thomas Heilmann (CDU/Klimaunion) hat öffentlich verfassungsrechtliche Bedenken geäußert (Quelle: Deutschlandfunk, Februar 2026).
- Ein Greenpeace-Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Aufweichung der Heizungsstandards gegen die Klimaschutz-Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verstoßen könnte.
- Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) schreibt vor, dass ab 2030 alle Neubauten vollständig mit erneuerbaren Energien beheizt werden müssen (Quelle: Vattenfall / ADAC). Deutschland muss diese Richtlinie umsetzen – auch wenn das GMG aktuell eine andere Richtung einschlägt.
Was bedeutet das? Es ist durchaus möglich, dass das GMG in den kommenden Jahren nachgebessert oder verschärft wird – sei es durch Gerichtsurteile, EU-Vorgaben oder eine neue Regierungskonstellation.
Grund 3: EU-Ökodesign-Richtlinie verschärft die Regeln ab 2029
Unabhängig vom deutschen Heizungsgesetz sehen die geplanten Effizienzanforderungen der EU-Ökodesign-Verordnung (Entwurf der EU-Kommission) vor, dass Heizgeräte ab 2029 einen Mindestwirkungsgrad von 115 Prozent erreichen müssen. Das würden faktisch nur noch Wärmepumpen und hybride Systeme schaffen – reine Gas-Brennwertkessel liegen bei etwa 95–98 Prozent Wirkungsgrad. Noch ist diese Verordnung nicht verabschiedet, aber die Richtung ist klar.
In jedem Szenario auf der sicheren Seite
Ob das GMG so bleibt, verschärft wird oder ganz neue Regeln kommen – wer jetzt in Photovoltaik und Wärmepumpe investiert, ist in jedem denkbaren politischen Szenario auf der sicheren Seite:
- Szenario 1 (GMG bleibt): PV + Wärmepumpe spart trotzdem massiv Geld, weil Grüngasquote und CO2-Steuer Gas immer teurer machen.
- Szenario 2 (GMG wird verschärft): Du bist bereits vorgesorgt und erfüllst jede zukünftige Anforderung.
- Szenario 3 (EU-Richtlinien greifen): Ab 2029/2030 sind fossile Heizungen ohnehin kaum noch installierbar.
Grund 4: Strafzahlungen für Deutschland
Ein Aspekt, der in der öffentlichen Debatte kaum vorkommt: Wenn Deutschland seine Klimaziele im Gebäudesektor verfehlt, drohen Strafzahlungen an die EU von bis zu 40 Milliarden Euro (Quelle: Öko-Institut / Agora Energiewende via t-online). Diese Kosten werden am Ende über höhere Steuern und Abgaben auf alle Bürger umgelegt. Je mehr Haushalte auf erneuerbare Heizungen umsteigen, desto geringer das Risiko – und desto geringer dein finanzielles Risiko.
6. Was Future Fox für dich tun kann
Als Full Solution Provider für grüne Energie in Norddeutschland begleiten wir dich von der ersten Beratung bis zur fertigen Anlage – und darüber hinaus. Bei uns bekommst du Photovoltaik, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur aus einer Hand.
Unser Service im Überblick
- Kostenlose Erstberatung: Vor-Ort-Termin bei dir zuhause in Schleswig-Holstein, Hamburg und Umgebung
- Individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung: Basierend auf deinem tatsächlichen Verbrauch und deiner Dachsituation
- Komplettlösung aus einer Hand: PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe, Elektroinstallation – alles aus einer Hand
- Förderberatung inklusive: Wir kennen alle aktuellen Förderprogramme (KfW 458, Landesförderung SH, IFB Hamburg) und helfen bei der Antragstellung
- Ingenieursexpertise: Planung durch unseren Geschäftsführer Sven Vulp (Ingenieur B.Eng. & MBA) – nicht durch Verkäufer
- Langfristige Betreuung: Wartung, Monitoring und Optimierung auch nach der Installation
Heizkosten senken mit Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren?
Wir berechnen für dich, was die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe für dein Haus konkret bringt – inklusive Förderberatung. Persönlich, transparent und unverbindlich.
Telefon: +49 160 90321182
E-Mail: service@futurefox.eu
Fazit: Gesetze ändern sich – Physik und Wirtschaftlichkeit nicht
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sendet ein politisches Signal: Fossile Heizungen werden nicht verboten. Aber das ändert nichts an den wirtschaftlichen Realitäten:
- Die CO2-Steuer steigt weiter.
- Die Grüngasquote verteuert Gas um bis zu 1.000 Euro pro Jahr.
- Der EU-Emissionshandel ab 2028 treibt die Kosten zusätzlich.
- Die EU-Gebäuderichtlinie macht fossile Heizungen ab 2030 im Neubau unmöglich.
- Solarstrom kostet 8–12 Cent pro Kilowattstunde – ein Viertel des Netzstrompreises.
- Die Förderung für Wärmepumpen war noch nie so hoch wie jetzt.
Wer Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren möchte, trifft damit die einzige Heizentscheidung, die in jedem politischen Szenario gewinnt: Sie macht dich unabhängig von Energiepreisen, von politischen Entscheidungen und von fossilen Brennstoffen. Und sie rechnet sich – nicht erst in 20 Jahren, sondern ab dem ersten Tag.
Die Kernaussage:
Egal was die Regierung entscheidet – wer auf Photovoltaik und Wärmepumpe setzt, macht sich unabhängig. Das ist keine Ideologie, sondern eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung.
Häufige Fragen zum neuen Heizungsgesetz 2026 und Photovoltaik
Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?
Wie viel teurer wird Gas durch die Grüngasquote?
Lohnt sich eine Wärmepumpe trotz des neuen Heizungsgesetzes?
Welche Förderung gibt es 2026 für Wärmepumpe und Photovoltaik?
Was ist Energy Sharing und wie hilft es Eigenheimbesitzern?
Ab dem 01. Juni 2026 können Eigenheimbesitzer ihren überschüssigen Solarstrom über das bestehende Stromnetz an Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder weitergeben (§ 42c EnWG). Es fallen weiterhin Netzentgelte und Umlagen an (ca. 10–15 ct/kWh), aber die Vergütung ist deutlich höher als die reine Einspeisevergütung. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage spürbar. Mehr dazu in unserem Energy Sharing Ratgeber.
Kann das neue Heizungsgesetz wieder verschärft werden?
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutschlandfunk: Eckpunkte Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), 24.02.2026
- Tagesspiegel: Koalition streicht 65-Prozent-Regel – das neue Heizungsgesetz, Februar 2026
- t-online: GMG-Reform: Was auf Hausbesitzer zukommt, Februar 2026
- IW Köln / Wuppertal Institut: Studie zur Kostenbelastung durch die Grüngasquote – 2-Personen-HH + 350 Euro/Jahr, EFH (23.000 kWh) + ca. 490 Euro/Jahr
- ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung): ZEW-Präsident Achim Wambach zu Mehrkosten durch CO2-Bepreisung (ETS 2 + CO2-Steuer) – Vier-Personen-Haushalt bis + 1.000 Euro/Jahr
- BDEW: Biomethan-Verfügbarkeit: 10 Mrd. kWh vs. 245 Mrd. kWh Gasverbrauch – bdew.de
- Öko-Institut / Agora Energiewende (via t-online): Klimaziel-Strafzahlungen: bis zu 40 Mrd. Euro
- Bundesregierung: CO2-Preis 2026: 55–65 Euro/Tonne
- KfW: Förderung Wärmepumpe – KfW-Programm 458, bis 70 % Förderung – kfw.de/458
- HTW Berlin: Stromspeicher-Inspektion – Eigenverbrauchsquoten 60–80 % mit Speicher – solar.htw-berlin.de
- Energie-Fachberater: Energy Sharing ab 01.06.2026 – energie-fachberater.de
- ADAC: EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) – Neubauten ab 2030 vollständig erneuerbar – adac.de
- Greenpeace-Gutachten: Verfassungsrechtliche Bewertung der GMG-Eckpunkte
- Thomas Heilmann (CDU/Klimaunion) / Deutschlandfunk: Verschlechterungsverbot und verfassungsrechtliche Bedenken
Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: März 2026. Zahlen zu Förderungen, Steuersätzen und gesetzlichen Regelungen können sich ändern.
Rechtlicher Hinweis
Alle Angaben in diesem Artikel wurden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Preise, Förderbedingungen und technische Spezifikationen können sich jederzeit ändern und weichen je nach Region, Anbieter und individueller Situation ab. Die genannten Preise verstehen sich als unverbindliche Richtwerte (Stand: März 2026) und stellen kein verbindliches Angebot dar. Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Fachberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Förderungen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Förderstellen. Die Future Fox GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden, die aus der Verwendung der bereitgestellten Informationen entstehen.