Stand: Oktober 2026 Lesezeit: ca. 11 Minuten
Für ein neues Elektroauto gibt es je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen und Kinderzahl 3.000 bis 6.000 Euro, für einen förderfähigen Plug-in-Hybrid 1.500 bis 4.500 Euro. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro, für jedes förderrelevante Kind 5.000 Euro höher, höchstens bei 90.000 Euro. Beantragen kannst du seit dem 19. Mai 2026, spätestens zwölf Monate nach der Zulassung. Stand: 11. Oktober 2026.
Ob du nach E-Auto-Prämie, Elektroprämie oder E-Auto-Förderung suchst, gemeint ist dasselbe Programm des Bundesumweltministeriums. Denkst du dabei ans BAFA, liegst du halb richtig: Das Bundesamt prüft und bewilligt die Anträge, stellen musst du sie aber über die Förderzentrale Deutschland.
Wie hoch ist die E-Auto-Förderung, und bis zu welchem Einkommen gibt es sie?
Für ein neues Elektroauto gibt es je nach Einkommen und Kinderzahl 3.000 bis 6.000 Euro, für einen förderfähigen Plug-in-Hybrid oder ein Auto mit Range-Extender 1.500 bis 4.500 Euro (Förderrichtlinie Nr. 4 und 6; Stand 11. Oktober 2026). Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro, mit jedem förderrelevanten Kind 5.000 Euro höher, höchstens bei 90.000 Euro. Der Abschnitt zum Haushaltseinkommen erklärt, welche Kinder zählen.
Jede Stufe schließt ihre Obergrenze ein: Mit genau 45.000 Euro gibt es für ein Elektroauto ohne Kinder 5.000 Euro, mit genau 60.000 Euro 4.000 Euro und mit genau 80.000 Euro 3.000 Euro. Die Behörden schreiben das allerdings verschieden: Die FAQ des Bundesumweltministeriums sagt „unter 45.000 Euro“ und „unter 60.000 Euro“, die Förderrichtlinie „0 € bis 45.000 €“ und „45.001 € bis 60.000 €“. Es gilt die Richtlinie.
Reines Elektroauto oder Brennstoffzelle
| Zu versteuerndes Haushaltseinkommen | ohne Kind | mit 1 Kind | mit 2 oder mehr Kindern |
|---|---|---|---|
| bis 45.000 € | 5.000 € | 5.500 € | 6.000 € |
| 45.001 bis 60.000 € | 4.000 € | 4.500 € | 5.000 € |
| 60.001 bis 80.000 € | 3.000 € | 3.500 € | 4.000 € |
| 80.001 bis 85.000 € | keine | 3.500 € | 4.000 € |
| 85.001 bis 90.000 € | keine | keine | 4.000 € |
| ab 90.001 € | keine | keine | keine |
| Förderrichtlinie vom 19. Mai 2026 (BAnz AT 19.06.2026 B3), Nr. 4 und 6. Jede Stufe gilt bis einschließlich ihrer Obergrenze. Stand: 11. Oktober 2026. | |||
Plug-in-Hybrid oder Range-Extender
| Zu versteuerndes Haushaltseinkommen | ohne Kind | mit 1 Kind | mit 2 oder mehr Kindern |
|---|---|---|---|
| bis 45.000 € | 3.500 € | 4.000 € | 4.500 € |
| 45.001 bis 60.000 € | 2.500 € | 3.000 € | 3.500 € |
| 60.001 bis 80.000 € | 1.500 € | 2.000 € | 2.500 € |
| 80.001 bis 85.000 € | keine | 2.000 € | 2.500 € |
| 85.001 bis 90.000 € | keine | keine | 2.500 € |
| ab 90.001 € | keine | keine | keine |
| Nur mit höchstens 60 g CO₂/km oder mindestens 80 km elektrischer Reichweite innerorts und Erstzulassung bis 30. Juni 2027 (Förderrichtlinie Nr. 3 und 6). Stand: 11. Oktober 2026. | |||
Deinen Betrag liest du in den Tabellen ab: Zeile nach Haushaltseinkommen, Spalte nach förderrelevanten Kindern. Schneller rechnet der E-Auto-Förderrechner: Er bildet den Durchschnitt deiner Bescheide, zählt deinen Partner mit und prüft die Steuerjahre.
Welches Einkommen zählt – brutto, netto oder zu versteuerndes Einkommen?
Weder brutto noch netto: Es zählt das zu versteuernde Einkommen (zvE), also genau die Zahl, die das Finanzamt in deinem Einkommensteuerbescheid ausweist (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k; § 2 Abs. 5 Satz 1 EStG). Das ist eine Rechengröße des Finanzamts, nicht dein Bruttogehalt und nicht der Nettobetrag auf der Gehaltsabrechnung. Selbst ausrechnen musst du es aber nicht. Es steht als eigene Zeile „zu versteuerndes Einkommen“ in der Steuerberechnung deines Bescheids, im Musterbescheid des BAFA auf Seite 2 (BAFA-Merkblatt zum Schwärzen, Stand 04.08.2026).
Dabei rechnet das BAFA nicht mit einem einzelnen Jahr, sondern mit dem Durchschnitt deiner beiden aktuellsten Bescheide (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k). Weist der eine 40.000 Euro aus und der andere 44.000 Euro, rechnet es also mit 42.000 Euro. Lebt ein Partner mit dir zusammen, kommt sein Durchschnitt dazu, und den ganzen Rechenweg zeigt das Schaubild.
So rechnet das BAFA: Für jede Person, deren Einkommen zählt, bildet es den Durchschnitt ihrer beiden aktuellsten Steuerbescheide und addiert die Ergebnisse. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel für einen Antrag im Oktober 2026 (Stand: 11. Oktober 2026).
Welche Steuerbescheide und welche Jahre zählen bei einem Antrag 2026 und 2027?
Es zählen deine beiden aktuellsten Einkommensteuerbescheide für aufeinanderfolgende Steuerjahre, und das Steuerjahr darf höchstens drei Jahre vor deinem Antrag liegen (BAFA, „Antrag vorbereiten & stellen“). Es geht ums Steuerjahr, nicht ums Datum, an dem der Bescheid kam. Aussuchen kannst du dir die Jahre nicht: Es gelten die beiden aktuellsten Bescheide, die dir bei der Antragstellung vorliegen (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k). Eine amtliche Jahrestabelle gibt es nicht, aus dieser Regel lässt sich aber ableiten:
| Antrag gestellt … | Bescheid fürs Vorjahr liegt vor | Bescheid fürs Vorjahr fehlt noch |
|---|---|---|
| noch 2026 | 2024 und 2025 | 2023 und 2024 |
| 2027 | 2025 und 2026 | 2024 und 2025 |
| Abgeleitet aus Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k („nicht älter als drei Kalenderjahre“) und dem Beispiel des Bundesumweltministeriums; eine eigene Jahrestabelle hat das BAFA nicht veröffentlicht. Stand: 11. Oktober 2026. | ||
Bei einem Antrag 2027 ist ein Bescheid für 2023 also zu alt; dann zählen 2024 und 2025 oder, sobald der Bescheid für 2026 da ist, 2025 und 2026. Lässt du dein Auto in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu, kannst du wegen der Zwölf-Monats-Frist auch erst 2027 beantragen, und dann gilt die zweite Zeile.
Was bedeutet Haushaltseinkommen – und was gilt für Ehepaare, Partner und Getrenntlebende?
Zum Haushaltseinkommen zählen dein zu versteuerndes Einkommen und das deines Ehepartners, eingetragenen Lebenspartners oder Partners aus eheähnlicher Gemeinschaft, wenn er bei der Antragstellung mit dir zusammenlebt (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k und l). Seid ihr gemeinsam veranlagt, genügt für diese Jahre euer gemeinsamer Bescheid. Seid ihr einzeln veranlagt, reicht jeder seine beiden Bescheide ein, und das BAFA addiert eure Durchschnitte. Wohnt ihr unverheiratet mit gemeinsamem Hauptwohnsitz zusammen, geht das BAFA von einer eheähnlichen Gemeinschaft aus; mit einer Eigenerklärung kannst du aber darlegen, dass ihr dauerhaft getrennt wirtschaftet.
Nicht mitgerechnet wird das Einkommen erwerbstätiger Kinder, auch wenn sie noch bei dir wohnen, und das von WG-Mitbewohnern, die getrennt wirtschaften (zu zweit nur mit Eigenerklärung). Stichtag ist der Tag des Antrags: Ist ein Partner vorher ausgezogen, zählt sein Einkommen nicht; ist einer eingezogen, zählt er mit seinen beiden Bescheiden (BAFA-Schaubild „Wer zählt zum Haushalt?“). Stammen deine letzten Bescheide aus gemeinsamer Veranlagung mit einem früheren Partner, frag beim BAFA nach, denn dafür gibt es keine veröffentlichte Regel.
Ein Kind zählt, wenn es in deinem Haushalt lebt, Kindergeldanspruch besteht und es am Tag der Erstzulassung deines Autos noch keine 18 Jahre alt ist. Allerdings zählen höchstens zwei Kinder (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. m und Nr. 4).
E-Auto-Förderung für Rentner: Was gilt ohne Steuererklärung oder Steuerbescheid?
Ohne Einkommensteuerbescheid geht es nach den Angaben des BAFA nicht, auch nicht für Rentner: Musst du keine Steuererklärung abgeben, reichst du sie für die fehlenden Jahre nachträglich beim Finanzamt ein, und der Bescheid, den du dann bekommst, ist dein Einkommensnachweis (BAFA, Häufige Fragen 2.5 und 6.4; Stand 11. Oktober 2026). Hast du keine steuerpflichtigen Einkünfte, weist er 0 Euro zu versteuerndes Einkommen aus, und auch das erkennt das BAFA an (Häufige Fragen 3.10).
Verwirrend sind nur die Quellen: Die Förderrichtlinie verlangt den Nachweis „grundsätzlich“ über die Einkommensteuerbescheide des Finanzamts und nennt keinen Ersatzweg. Das Bundesumweltministerium schreibt dagegen in seiner FAQ vom Stand 19. Mai 2026, das „Vorgehen für Antragsteller ohne Einkommenssteuerbescheid“ werde in der Richtlinie ausgeführt. Klar wird es erst beim BAFA: Es nennt als Einkommensnachweis Einkommensteuerbescheide, und ohne zwei aufeinanderfolgende kann es deinen Antrag nicht abschließend bearbeiten (BAFA, „Antrag vorbereiten & stellen“). Eine Rentenbescheinigung oder eine Selbsterklärung über deine Einkünfte führt es nicht auf, auch wenn ältere Ratgeber das noch so schreiben.
Plane für die Steuererklärung deshalb Zeit ein, denn die zwölf Monate für den Antrag laufen ab der Zulassung. Kläre mit Finanzamt, Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater, für wie viele Jahre du eine Erklärung nachreichen kannst. Ändert sich dein Einkommen erst nach dem Antrag, etwa durch den Rentenbeginn, hat das auf die E-Auto-Prämie keinen Einfluss mehr (BAFA, Häufige Fragen 3.5).
Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?
Hochladen musst du vor allem deine Einkommensteuerbescheide, dazu je nach Fall weitere Nachweise; die Fahrzeug-Identifizierungsnummer gibst du an, und anmelden musst du dich mit einer BundID (BAFA, „Antrag vorbereiten & stellen“).
- ein BundID-Konto mit Online-Ausweis oder ELSTER-Zertifikat
- die 17-stellige Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) deines Neuwagens
- als Einkommensnachweis die beiden aktuellsten, aufeinanderfolgenden Einkommensteuerbescheide aller Personen, deren Einkommen zählt
- ein Kindernachweis, falls Kinder zählen sollen: Kindergeldbescheinigung der Familienkasse, Kindergeldbescheid mit deiner Erklärung, dass er noch aktuell ist, oder erweiterte Meldebescheinigung, jeweils mit Geburtsdatum
- die EU-Konformitätsbescheinigung, wenn dein Plug-in-Hybrid oder Range-Extender mehr als 60 g CO₂/km ausstößt
- eine Vollmacht auf dem BAFA-Formular, wenn jemand anderes den Antrag für dich stellt
- die Eigenerklärung auf dem BAFA-Formular, falls ihr unverheiratet zusammenlebt und getrennt wirtschaftet
- die Bankverbindung des Halters
Hochladen kannst du nur PDF-Dateien mit höchstens 5 MB je Datei. Vom Steuerbescheid reichen die Seiten mit Adressat, Steuer-ID, Datum, Steuerjahr und zu versteuerndem Einkommen, alles andere darfst du schwärzen (BAFA, Häufige Fragen 6.2 und 6.5). Kauf- oder Leasingvertrag und Zulassungsbescheinigung stehen nicht auf der Checkliste des BAFA; aufheben musst du alle zuwendungserheblichen Unterlagen trotzdem fünf Jahre (Förderrichtlinie Nr. 7.2).
Wie beantrage ich die E-Auto-Förderung? Der Antrag Schritt für Schritt
Den Antrag stellst du ausschließlich online über die Förderzentrale Deutschland unter foerderzentrale.gov.de; prüfen und bewilligen tut ihn das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA (Förderrichtlinie Nr. 8.1 und 8.3). Einen Papierantrag gibt es nicht, der ganze Ablauf läuft online: Privat beantragst du die Förderung 2026 nur über das Formular auf der Programmseite der Förderzentrale.
- Neuwagen kaufen oder leasen und auf dich zulassen, denn vorher ist kein Antrag möglich.
- BundID mit Online-Ausweis (Vertrauensniveau hoch) oder ELSTER-Zertifikat (substanziell) einrichten, denn Benutzername und Passwort allein reichen nicht.
- Unterlagen als PDF bereitlegen und schwärzen, was das BAFA nicht braucht.
- Antrag über die Förderzentrale stellen, spätestens zwölf Monate nach der Zulassung.
- Danach prüft das BAFA die Anträge in der Reihenfolge, in der sie vollständig eingehen.
- Nach dem Zuwendungsbescheid überweist das BAFA das Geld nach eigener Auskunft innerhalb weniger Wochen auf das Konto des Halters.
- Das Auto 36 Monate auf dich zugelassen lassen und Abweichungen melden.
Du kannst auch eine andere Person oder dein Autohaus bevollmächtigen. Antragsteller bleibst trotzdem du als Halter, und das Geld geht immer auf dein Konto. Der Bevollmächtigte meldet sich dafür mit seinem eigenen Konto an, mit BundID oder „Mein Unternehmenskonto“ (BAFA, Häufige Fragen 5.7 und 5.8).
Welche Autos sind förderfähig – auch Leasing und Plug-in-Hybrid?
Gefördert werden Neuwagen der Pkw-Klasse M1, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen werden, vorher nirgends zugelassen waren und zu deinem Privatvermögen gehören (Förderrichtlinie Nr. 3 und 6). Gebrauchtwagen und Tageszulassungen fallen deshalb heraus, ebenso ein Vorführwagen, der schon auf den Händler zugelassen war. Dagegen ist es derzeit egal, wo das Auto gebaut oder gekauft wurde; allerdings prüft die Bundesregierung noch, ob künftig EU-Präferenzregeln gelten. Eine Preisobergrenze nennt die Förderrichtlinie nicht, und eine Liste förderfähiger Modelle gibt es auch nicht (BAFA, Häufige Fragen 1.5, 1.9 und 1.10).
Ein Plug-in-Hybrid oder ein Auto mit Range-Extender ist nur förderfähig, wenn es höchstens 60 g CO₂/km ausstößt oder innerorts mindestens 80 Kilometer elektrische Reichweite hat und bis zum 30. Juni 2027 erstmals zugelassen wird. Beide Werte stehen in der EU-Konformitätsbescheinigung, der CO₂-Wert nach WLTP. Dort zählt die Reichweite innerorts, nicht die kombinierte aus dem Prospekt. Und was gilt für Plug-in-Hybride ab dem 1. Juli 2027? Das steht noch nicht fest; die Bundesregierung prüft, ob sie die Förderung dann stärker am CO₂-Ausstoß im realen Betrieb ausrichten kann (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. h und i, Nr. 3 und 6).
Kauf und Leasing werden gleich gefördert, und den Antrag stellt der Halter, also die Person, auf die das Auto zugelassen ist. Käufer oder Leasingnehmer muss er nicht selbst sein. Das Auto muss aber mindestens 36 Monate ohne Unterbrechung auf dich in Deutschland zugelassen bleiben, auch wenn dein Leasingvertrag kürzer läuft (Förderrichtlinie Nr. 5). Gibst du es nach 24 Monaten Leasing zurück, ist die Haltedauer deshalb nicht erfüllt; dann kann das BAFA die Förderung nach seinem Ermessen teilweise oder ganz zurückfordern.
Wann muss ich den Antrag stellen – und gilt die Förderung rückwirkend?
Beantragen kannst du erst, wenn dein Auto auf dich zugelassen ist, und ab dann hast du zwölf Monate Zeit; wer im Januar 2026 zugelassen hat, muss also spätestens im Januar 2027 beantragen (Förderrichtlinie Nr. 6 und 8.1). Und ja, sie gilt rückwirkend: Gefördert werden Neuwagen, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassen wurden, obwohl das Antragsportal erst seit dem 19. Mai 2026 offen ist. Es zählt das Datum der Zulassung, nicht das von Kauf- oder Leasingvertrag (BAFA, Häufige Fragen 5.1 und 5.2). Die Richtlinie enthält aber keine Verlängerung für Autos, die vor dem Portalstart zugelassen wurden.
Wie lange dauert die Bewilligung, und reicht das Geld noch?
Das BAFA gibt nicht an, wie lange es bis zum Bescheid dauert. Ist alles geprüft, bekommst du einen Zuwendungsbescheid, und das BAFA überweist das Geld nach eigener Auskunft innerhalb weniger Wochen danach auf dein Konto (Förderrichtlinie Nr. 8.2; BAFA, Häufige Fragen 8). Die Förderung ist also ein Zuschuss an dich als Halter, kein Rabatt beim Autohändler und keine Sonderzahlung für den Leasingvertrag.
Für das Programm stehen bis 2029 insgesamt drei Milliarden Euro bereit, so das Bundesumweltministerium. Bis zum 1. Oktober 2026 hat das BAFA davon 432 Millionen Euro ausgezahlt und 97.790 Anträge bewilligt, am 2. Oktober fiel die Marke von 100.000 Bewilligungen (BAFA-Zwischenbericht; BAFA-Kurzmeldung vom 5. Oktober 2026). Einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht: Sind die Mittel ausgeschöpft, darf das BAFA einen Förderstopp aussprechen (Förderrichtlinie Nr. 7.3 und 9). Deshalb kann niemand zusagen, wie lange das Geld reicht. Stand Oktober 2026 ist für 2027 auch keine Änderung der Förderrichtlinie beschlossen.
Wie lade ich das E-Auto zu Hause – mit Wallbox, § 14a und Solarstrom?
Zu Hause lädst du das neue Auto an einer Wallbox, und die zahlt die E-Auto-Förderung nicht mit: Gefördert wird nur der Kauf oder das Leasing des Fahrzeugs selbst (Förderrichtlinie Nr. 3). Bevor sie an die Wand kommt, klärst du am besten, ob Zählerschrank und Zuleitung dafür reichen. Ein eigener Ratgeber zeigt, was eine Wallbox-Installation kostet und was vorher zu klären ist.
Deine Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet sein, bevor sie in Betrieb geht (§ 19 Abs. 2 NAV). Hat sie mehr als 4,2 Kilowatt Anschlussleistung und geht sie ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb, gilt sie nach der Festlegung der Bundesnetzagentur zu § 14a EnWG als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Eine Wallbox mit 11 Kilowatt Ladeleistung liegt darüber. Dann kannst du eine Ermäßigung beim Netzentgelt beanspruchen. Wie sich Wallbox, dynamischer Tarif und § 14a EnWG kombinieren lassen, erklärt ein eigener Ratgeber.
Mit einer PV-Anlage auf dem Dach lädst du das Auto mit Strom, den du sonst ins Netz einspeisen würdest. Damit steigt dein Eigenverbrauch. Ein weiterer Ratgeber erklärt, wie du mit dem Überschuss deiner PV-Anlage laden kannst.
Wer plant deinen Ladeplatz zu Hause?
Den Förderantrag stellst du, oder du bevollmächtigst dafür jemanden. Future Fox übernimmt ihn nicht, plant und baut aber Wallboxen und Photovoltaikanlagen und macht die Elektroinstallation im Bestand, vom Zählerschrank bis zum Starkstromanschluss. Ehrlich beraten vom Fachmann von nebenan, mit kurzen Wegen in Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein.
Häufige Fragen zur E-Auto-Förderung
Kann ich die E-Auto-Förderung mit der THG-Prämie kombinieren?
Ausgeschlossen ist grundsätzlich nur eine zweite öffentliche Förderung für dasselbe Auto, etwa eine Kaufprämie von Land oder Kommune (Förderrichtlinie Nr. 5). Die THG-Prämie und Rabatte von Händler oder Hersteller nennt die Richtlinie nicht; im Zweifel fragst du beim BAFA nach.
Bekomme ich die E-Auto-Förderung auch als Selbstständiger oder Freiberufler?
Ja, du beantragst sie als Privatperson, solange das Auto zu deinem Privatvermögen gehört. In ein Betriebsvermögen darf es während der 36 Monate nicht wechseln (Förderrichtlinie Nr. 3 und 5).
Ich liege knapp über 80.000 Euro – bekomme ich trotzdem eine Förderung?
Ohne förderrelevantes Kind nicht; mit einem Kind liegt die Grenze bei 85.000 Euro, mit zwei oder mehr bei 90.000 Euro (Förderrichtlinie Nr. 4). Es zählt der Durchschnitt deiner beiden aktuellsten Bescheide, kein einzelnes Jahr.
Zählt der Kinderfreibetrag beim zu versteuernden Einkommen mit?
Es zählt genau die Zahl, die als zu versteuerndes Einkommen in deinem Bescheid steht (Förderrichtlinie Nr. 2 Buchst. k). Das Finanzamt entscheidet bei der Steuerberechnung, ob darin Freibeträge für Kinder abgezogen sind; selbst abziehen kannst du nichts.
Was passiert, wenn ich das Auto vor Ablauf der 36 Monate verkaufe?
Das musst du dem BAFA sofort mitteilen, und es entscheidet im Einzelfall, ob du die Förderung teilweise oder ganz zurückzahlst (Förderrichtlinie Nr. 5). Das gilt auch, wenn du es vorher abmeldest.
Kann ein Haushalt die Förderung für ein zweites Auto bekommen?
Ja, wenn das zweite Auto auf eine andere Person im Haushalt zugelassen ist (BAFA, Häufige Fragen 2.7). Jede Person bekommt die Förderung nur einmal, ein Haushalt höchstens zweimal.
Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Stand: 11.10.2026. Beträge und Regeln stammen aus der Förderrichtlinie vom 19. Mai 2026 (BAnz AT 19.06.2026 B3) und den Angaben des BAFA; einen Rechtsanspruch auf die Förderung gibt es nicht. Future Fox stellt keine Förderanträge und berät nicht zum Einkommensteuerrecht. Maßgeblich sind allein die Förderrichtlinie und der Zuwendungsbescheid des BAFA.
Quellen
- Förderrichtlinie E-Auto-Förderung vom 19. Mai 2026, BAnz AT 19.06.2026 B3
- BAFA: E-Auto-Förderung 2026, Häufige Fragen
- BAFA: Antrag vorbereiten & stellen
- BAFA: Merkblatt zum Schwärzen personenbezogener Daten, Stand 04.08.2026
- BAFA: Zwischenbericht, Stand 1. Oktober 2026, und Kurzmeldung vom 05.10.2026
- Förderzentrale Deutschland: E-Auto-Förderung des Bundesumweltministeriums
- Bundesumweltministerium: Das Förderprogramm für Elektroautos mit FAQ, Seitenstand 20.05.2026
- Einkommensteuergesetz, §§ 2 und 31
- NAV, § 19, und EnWG, § 14a; Bundesnetzagentur: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG