So viel Geld bekommst du dieses Jahr für dein E-Auto
Die THG-Prämie — das Kürzel THG steht für Treibhausgas — ist eine jährliche Geldzahlung, die du als Halter eines reinen Elektroautos bekommst, einfach dafür, dass dein Fahrzeug klimafreundlich unterwegs ist. Fährst du bereits elektrisch, solltest du dir dieses Geld nicht entgehen lassen. 2026 lohnt sich das wieder spürbar, denn der Markt hat sich nach zwei schwachen Jahren erholt.
Dieser Ratgeber erklärt dir die THG-Prämie 2026 von Grund auf: woher das Geld kommt, wer berechtigt ist, wie viel realistisch drin ist und wie du die Prämie sicher beantragst. Wir verkaufen dir hier keine Anbieter und empfehlen keine Top-Listen — wir erklären dir nur, worauf es ankommt, damit du selbst die beste Entscheidung triffst. Stand aller Angaben in diesem Artikel: Mai 2026.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was es ist: Die THG-Prämie ist eine jährliche Geldzahlung an Halter reiner E-Autos. Sie hat nichts mit der E-Auto-Kaufförderung zu tun.
- Wer berechtigt ist: Halter eines reinen Batterieelektrofahrzeugs laut Zulassungsbescheinigung Teil I. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
- Wie viel: Kein fester Betrag — marktabhängig. Stand Mai 2026 nennen Verbraucherzentrale und ADAC für reine E-Pkw wieder eine Spanne um rund 300 Euro und teils darüber.
- Wie beantragen: Bei einem Anbieter registrieren, Fahrzeugschein hochladen — der Anbieter reicht beim Umweltbundesamt ein. Frist: 15. November 2026.
- Jährlich neu: Die Prämie muss jedes Jahr neu beantragt werden.
- Worauf achten: AGB und Auszahlungsbedingungen prüfen, bei Mehrjahresverträgen vorsichtig sein, fix gegen variabel abwägen.
Das erwartet dich in diesem Artikel
- Was die THG-Prämie ist und woher das Geld kommt
- Wer 2026 berechtigt ist — und wer nicht
- Wie viel Geld realistisch drin ist (als Spanne, Stand Mai 2026)
- Warum die Prämie abstürzte und 2026 wieder steigt
- Schritt-für-Schritt: so beantragst du die Prämie
- Worauf du bei der Anbieterwahl wirklich achten musst
- Steuer, Gewerbe-Flotten und was du klug mit dem Geld machst
Was ist die THG-Prämie — und woher kommt das Geld?
Die THG-Prämie ist eine jährliche Geldzahlung an den Halter eines reinen Elektroautos. Sie entsteht dadurch, dass dein E-Auto eine bestimmte Menge des Treibhausgases CO₂ einspart und diese Einsparung als handelbares Zertifikat verkauft werden kann. Das Geld kommt also nicht vom Staat aus einem Fördertopf, sondern aus einem gesetzlich geregelten Markt. Wie dieser Markt funktioniert, erklären die nächsten Abschnitte.
Wichtig: THG-Prämie ist nicht die E-Auto-Kaufförderung
Die THG-Prämie wird oft mit der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos verwechselt. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Die Kaufförderung ist eine einmalige Unterstützung beim Fahrzeugkauf aus einem staatlichen Förderprogramm. Die THG-Prämie dagegen bekommst du jedes Jahr erneut — einfach dafür, dass du ein bereits zugelassenes E-Auto hältst. Sie wird über den Quotenhandel finanziert, nicht aus einem Förderbudget.
THG-Quote einfach erklärt
Die THG-Quote ist eine gesetzliche Verpflichtung für die Mineralölkonzerne. Konkret: Unternehmen, die fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in Deutschland in Verkehr bringen, müssen die Treibhausgas-Emissionen dieser Kraftstoffe um einen festgelegten Prozentsatz mindern. Dieser Prozentsatz ist die THG-Quote. Rechtsgrundlage ist § 37a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG).
Erfüllen die Mineralölkonzerne die Quote nicht aus eigener Kraft, müssen sie zukaufen: Sie erwerben CO₂-Minderungs-Zertifikate von anderen, die nachweislich Emissionen einsparen. Genau hier kommen die E-Auto-Halter ins Spiel. Wer elektrisch fährt, ersetzt fossilen Kraftstoff durch Strom und spart dadurch CO₂. Diese Einsparung lässt sich zertifizieren und in den Quotenmarkt verkaufen.
Warum E-Auto-Halter daran verdienen
E-Auto-Halter verdienen an der THG-Quote, weil ihr Fahrzeug eine zertifizierbare CO₂-Einsparung erzeugt, die im Quotenmarkt einen Geldwert hat. Das Umweltbundesamt (UBA) legt für Elektrofahrzeuge eine pauschale Strommenge fest, die einem Fahrzeug pro Jahr zugerechnet wird. Für einen reinen Elektro-Pkw sind das pauschal rund 2.000 Kilowattstunden pro Jahr — unabhängig davon, wie viel Strom du tatsächlich lädst und woher er stammt. Aus dieser pauschalen Strommenge ergibt sich eine anrechenbare CO₂-Minderung, und die wird zu einem Zertifikat.
Damit du das nicht selbst verkaufen musst, gibt es THG-Anbieter, auch Quotenhändler genannt. Sie bündeln die Zertifikate vieler E-Auto-Halter, verkaufen sie an die quotenpflichtigen Mineralölkonzerne und zahlen dir dafür eine Prämie aus — abzüglich ihrer Marge. Du musst also nur dein Fahrzeug anmelden, den Rest erledigt der Anbieter.
Kurz gesagt: Die Mineralölkonzerne müssen CO₂ einsparen oder Zertifikate kaufen. Dein E-Auto produziert solche Zertifikate. Ein THG-Anbieter verkauft sie für dich weiter und zahlt dir die Prämie. So fließt Geld von den fossilen Inverkehrbringern zu den Haltern klimafreundlicher Fahrzeuge.
Quotenhöhe 2026 — 12,1 Prozent und steigend
Die THG-Quote 2026 liegt bei 12,1 Prozent. Das bedeutet: Die Mineralölkonzerne müssen die Treibhausgas-Emissionen der von ihnen in Verkehr gebrachten Kraftstoffe in diesem Jahr um 12,1 Prozent mindern. Diese Quotenhöhe ist gesetzlich festgelegt und wird vom Zoll veröffentlicht.
Die Quote steigt gesetzlich weiter an — und das ist für E-Auto-Halter eine gute Nachricht: Je höher die Quote, desto mehr Zertifikate brauchen die Mineralölkonzerne und desto stabiler ist die Nachfrage nach den Einsparungen aus E-Autos. Die folgende Übersicht zeigt die Höhe der THG-Quote 2026 und den gesetzlich festgelegten Pfad bis 2030 — die Werte stammen vom Zoll:
| Jahr | THG-Quote (Minderungsverpflichtung) |
|---|---|
| 2025 | 10,6 Prozent |
| 2026 | 12,1 Prozent |
| 2027 | 14,6 Prozent |
| 2028 | 17,6 Prozent |
| 2029 | 21,1 Prozent |
| 2030 | 25,1 Prozent |
Mythos: "Die THG-Quote wird 2026 abgeschafft"
Diese Behauptung kursiert immer wieder — sie ist falsch. Die THG-Quote wird nicht beendet, sie steigt gesetzlich bis 2030 weiter an. Im Gegenteil: Der Bundestag hat am 23. April 2026 das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote beschlossen (Umsetzung der EU-Richtlinie RED III). Es hebt die Quote bis 2040 schrittweise auf 65 Prozent an; der oben genannte Pfad bis 2030 bleibt davon unverändert. Stand Mai 2026 steht die Verkündung im Bundesgesetzblatt noch aus.
Wer bekommt die THG-Prämie 2026?
Die THG-Prämie 2026 bekommt der Halter eines reinen Batterieelektrofahrzeugs, das in Deutschland zugelassen ist. Entscheidend ist allein, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Die folgenden Abschnitte erklären die Berechtigung im Detail.
Reine E-Autos ja, Plug-in-Hybride nein
Berechtigt sind ausschließlich reine Batterieelektrofahrzeuge, also Fahrzeuge mit der Antriebsart Elektro, die keinen Verbrennungsmotor an Bord haben. Plug-in-Hybride sind von der THG-Prämie ausgeschlossen. Der Grund ist einfach: Ein Plug-in-Hybrid kann auch mit fossilem Kraftstoff betankt werden, weshalb sich die eingesparte CO₂-Menge nicht eindeutig zuordnen lässt. Die Verbraucherzentrale stellt klar, dass nur reine E-Fahrzeuge prämienberechtigt sind.
Für die Berechtigung spielt es keine Rolle, ob das E-Auto neu oder gebraucht ist, geleast oder gekauft. Auch das Baujahr ist irrelevant. Entscheidend ist allein, dass es sich um ein reines Batterieelektrofahrzeug handelt und dass es im jeweiligen Jahr zugelassen ist.
E-Motorräder, Transporter und Co.
Neben reinen E-Pkw sind nach Angaben des ADAC auch zulassungspflichtige Elektro-Motorräder prämienberechtigt — sie erhalten laut ADAC dieselbe Prämie wie ein E-Pkw. Zulassungsfreie Klein- und Leichtkrafträder fallen dagegen nicht unter die Regelung, weil für sie keine Zulassungsbescheinigung existiert.
Auch elektrische Nutzfahrzeuge und Busse können grundsätzlich am Quotenhandel teilnehmen. Für die verschiedenen Fahrzeugklassen rechnet das Umweltbundesamt unterschiedliche pauschale Strommengen an — größere Fahrzeuge verbrauchen mehr Strom und sparen entsprechend mehr CO₂ ein, was zu einer höheren anrechenbaren Minderung führt. Welche Fahrzeugklasse welche Pauschale erhält, legt das Umweltbundesamt im offiziellen Schätzrahmen fest. Wenn du ein E-Nutzfahrzeug oder einen E-Bus anmelden willst, kläre die konkrete Einstufung am besten direkt mit dem Anbieter, da sich die Pauschalen unterscheiden.
Der Fahrzeughalter entscheidet — Zulassungsbescheinigung Teil I
Antragsberechtigt ist immer die Person oder das Unternehmen, das in der Zulassungsbescheinigung Teil I — umgangssprachlich Fahrzeugschein — als Halter eingetragen ist. Nicht der Eigentümer, nicht der Fahrer, sondern der eingetragene Halter.
Das ist besonders bei Leasing- und Firmenwagen-Konstellationen wichtig: Bei einem Leasingfahrzeug ist in der Regel der Leasingnehmer als Halter eingetragen und damit berechtigt. Bei einem Dienstwagen ist es meist das Unternehmen. Wenn du dir unsicher bist, hilft ein Blick in deine Zulassungsbescheinigung Teil I — dort steht es schwarz auf weiß.
Wie viel Geld gibt es 2026 für dein E-Auto?
Die Höhe der THG-Prämie ist kein gesetzlich festgelegter Betrag, sondern marktpreisabhängig und schwankt je nach Anbieter, Fahrzeug und Vertragsmodell. Stand Mai 2026 nennen Verbraucherzentrale und ADAC für reine E-Pkw wieder eine Spanne, die sich rund um 300 Euro pro Jahr und teilweise darüber bewegt. Eine garantierte Auszahlungshöhe gibt es nicht — die folgenden Abschnitte erklären, warum.
Aktuelle Prämienspanne — Stand Mai 2026
Die Prämienhöhe richtet sich nach dem Marktpreis für CO₂-Minderungs-Zertifikate. Dieser Preis schwankt, deshalb gibt es keinen festen Eurobetrag, den jeder Halter sicher bekommt. Für 2026 berichten die Verbraucherzentrale von Prämien einiger Anbieter bis zu rund 300 Euro pro Jahr und der ADAC von Beträgen über 300 Euro — beide Angaben mit dem Hinweis, dass die ausgelobten Prämien zuletzt deutlich gestiegen sind.
Vorsicht bei "garantiert"-Versprechen
Wenn ein Anbieter mit einem festen, besonders hohen Eurobetrag wirbt, lies das Kleingedruckte genau. Eine Prämienhöhe lässt sich nicht garantieren, solange der Zertifikatspreis am Markt schwankt. Seriöse Anbieter kommunizieren entweder eine Spanne oder erklären transparent, ob die Prämie fix oder variabel ist. Behandle jede konkrete Euro-Zahl als Momentaufnahme, nicht als Zusage.
Fix oder variabel — der Unterschied
THG-Anbieter bieten ihre Prämien in zwei Grundmodellen an: als fixe oder als variable Prämie. Der Unterschied entscheidet darüber, wie viel Planungssicherheit du hast und welches Risiko du trägst.
Bei der fixen Prämie nennt dir der Anbieter vorab einen festen Betrag. Du weißt sofort, was du bekommst, und trägst kein Marktrisiko — dafür profitierst du auch nicht, wenn der CO₂-Preis steigt. Bei der variablen Prämie richtet sich die Auszahlung nach dem tatsächlich erzielten Marktpreis. Steigt der Preis, bekommst du mehr; fällt er, bekommst du weniger. Die folgende Tabelle stellt beide Modelle gegenüber:
| Kriterium | Fixe Prämie | Variable Prämie |
|---|---|---|
| Planungssicherheit | Hoch — Betrag steht vorab fest | Gering — Höhe erst bei Auszahlung klar |
| Chance auf mehr Geld | Keine — Betrag ist gedeckelt | Ja — bei steigendem CO2-Preis |
| Risiko | Gering | Höher — bei fallendem CO2-Preis weniger Auszahlung |
| Geeignet für | Wer Sicherheit und einen klaren Betrag will | Wer Marktchancen nutzen und das Schwanken akzeptieren kann |
Warum die Prämie abstürzte — und 2026 wieder steigt
Die THG-Prämie erreichte 2022 mit bis zu rund 400 Euro ihren Höchststand, fiel 2023 und 2024 auf zeitweise zweistellige Beträge ab und erholt sich 2026 wieder spürbar. Der Absturz lag nicht an den E-Autos selbst, sondern an einem Überangebot konkurrierender Zertifikate im selben Quotenmarkt. Die nächsten Abschnitte erklären die Ursachen sauber getrennt.
Die folgende Übersicht zeigt die grobe Entwicklung der THG-Prämie für einen reinen Elektro-Pkw. Es handelt sich um Marktbeobachtungen, nicht um amtliche oder garantierte Werte — die tatsächliche Auszahlung hing und hängt vom jeweiligen Anbieter und vom Zeitpunkt ab:
| Jahr | THG-Prämie pro E-Pkw (grobe Marktbeobachtung) |
|---|---|
| 2022 | Höchststand — bei einzelnen Anbietern bis zu rund 400 Euro |
| 2023 | im Jahresverlauf stark rückläufig, rund 100 bis 300 Euro |
| 2024 | Tiefpunkt — vielfach nur zweistellig, deutlich unter 100 Euro |
| 2025 | weiterhin niedriges Niveau, grob um 100 Euro |
| 2026 | wieder rund 300 Euro, teils darüber (Stand Mai 2026) |
Der Preisverfall 2023 und 2024
Im Quotenmarkt konkurrieren verschiedene Arten von CO₂-Minderungs-Nachweisen miteinander. Neben den Zertifikaten aus E-Autos zählen dazu auch Nachweise aus sogenannten UER-Projekten — das steht für Upstream-Emissionsminderung, also Projekte zur Emissionsvermeidung in der Vorkette der Kraftstoffproduktion — sowie Anrechnungen aus Biokraftstoffen.
2023 und 2024 geriet der Markt unter Druck: Rund um UER-Projekte, vor allem in China, kamen Verdachtsfälle auf, dass die ausgewiesenen Einsparungen nicht der Realität entsprachen. Gleichzeitig drückten Importe von Biokraftstoffen zusätzliche Mengen in den Markt. Das Ergebnis war ein Überangebot an günstigen Nachweisen — und ein Überangebot drückt den Preis. Da alle Zertifikatsarten im selben Markt gehandelt werden, fiel auch der Wert der E-Auto-Zertifikate.
Wichtige Unterscheidung
Die E-Auto-Zertifikate selbst standen nicht unter Betrugsverdacht. Das war ein anderer Mechanismus: Die Verdachtsfälle betrafen UER-Projekte und Biokraftstoff-Importe. Die E-Auto-Halter haben sauber CO₂ eingespart — sie litten lediglich darunter, dass der Marktpreis durch andere, fragwürdige Mengen von außen gedrückt wurde. Wer elektrisch fährt, hat zu keinem Zeitpunkt etwas falsch gemacht.
Die Erholung 2026 durch die steigende Quote
2026 zieht der Markt wieder an. Der wichtigste Treiber ist die steigende Quotenverpflichtung: Mit 12,1 Prozent müssen die Mineralölkonzerne 2026 deutlich mehr CO₂ mindern als noch 2025 mit 10,6 Prozent. Eine höhere Quote bedeutet mehr Nachfrage nach Zertifikaten — und mehr Nachfrage stützt den Preis.
Hinzu kommt, dass die Behörden inzwischen strenger prüfen, welche Nachweise überhaupt angerechnet werden dürfen. Das reduziert das Überangebot fragwürdiger Mengen aus den Vorjahren. Beide Effekte zusammen erklären, warum die für 2026 ausgelobten Prämien wieder spürbar höher liegen als 2024 und 2025. Konkrete Marktpreise bleiben aber volatil — verlass dich daher nicht auf einen festen Betrag.
So beantragst du die THG-Prämie — Schritt für Schritt
Die THG-Prämie beantragst du nicht direkt beim Umweltbundesamt, sondern über einen THG-Anbieter, der den Antrag für dich bündelt und einreicht. Der gesamte Vorgang dauert für dich nur wenige Minuten. Die folgenden Schritte zeigen den Ablauf.
Anbieter wählen, registrieren, Fahrzeugschein hochladen
Der Antragsprozess folgt für alle Anbieter demselben Grundmuster:
1
Anbieter auswählen
Such dir einen THG-Anbieter aus und prüfe vorab dessen Konditionen. Worauf du dabei achten solltest, erklärt der nächste Abschnitt dieses Ratgebers.
2
Registrieren
Lege beim Anbieter ein Konto an. Du gibst deine persönlichen Daten und deine Bankverbindung für die spätere Auszahlung an.
3
Zulassungsbescheinigung Teil I hochladen
Du lädst ein Foto oder einen Scan deines Fahrzeugscheins hoch. Der Anbieter prüft damit, dass es sich um ein reines Elektrofahrzeug handelt und dass du der eingetragene Halter bist.
4
Anbieter reicht beim Umweltbundesamt ein
Der Anbieter bündelt deine Daten mit denen vieler anderer Halter und reicht den Antrag beim Umweltbundesamt ein. Das Umweltbundesamt prüft und bescheinigt die CO₂-Minderung.
5
Auszahlung
Sobald der Anbieter die Zertifikate verkauft hat, überweist er dir die Prämie auf dein angegebenes Konto.
Fristen — 15. November 2026 nicht verpassen
Die gesetzliche Frist für die Einreichung beim Umweltbundesamt endet am 15. November des Verpflichtungsjahres. Für die Prämie 2026 ist das also der 15. November 2026. Wer diese Frist verstreichen lässt, bekommt für das Jahr keine Prämie.
Wichtig: Diese Frist gilt für die Einreichung des Anbieters beim Umweltbundesamt. Da der Anbieter Bearbeitungszeit braucht, um deine Unterlagen zu prüfen und zu bündeln, solltest du deinen eigenen Antrag deutlich früher stellen. Als Richtwert empfiehlt sich Anfang bis Mitte Oktober. So bleibt genug Puffer, falls Unterlagen nachgereicht werden müssen.
Keine Hektik nötig
Die Frist bis Mitte November lässt dir bewusst Zeit. Nutze sie, um in Ruhe Anbieterkonditionen zu vergleichen, statt das erstbeste Angebot anzunehmen. Ein durchdachter Vergleich kann sich über die Jahre spürbar auszahlen.
Wann kommt das Geld? — Auszahlungsdauer
Die Auszahlungsdauer ist nicht einheitlich geregelt und unterscheidet sich stark von Anbieter zu Anbieter. Manche zahlen zeitnah nach der Bestätigung aus, andere brauchen mehrere Monate, weil sie die Zertifikate erst bündeln und verkaufen müssen.
Wie schnell ausgezahlt wird, hängt auch vom Vertragsmodell ab: Anbieter mit fixer Prämie zahlen häufig früher, weil sie das Marktrisiko selbst tragen. Bei variabler Prämie kann es länger dauern, weil erst der tatsächliche Verkaufserlös feststehen muss. Die konkrete Auszahlungsfrist sollte in den AGB oder der Leistungsbeschreibung des Anbieters stehen — wenn nicht, frag aktiv nach.
Worauf du bei der Anbieterwahl achten musst
Bei der Anbieterwahl zählt nicht allein die beworbene Prämienhöhe, sondern vor allem, wie verlässlich und transparent die Auszahlung geregelt ist. Wir nennen hier bewusst keine Anbieternamen — der Markt verändert sich schnell, und die beste Wahl hängt von deinen Prioritäten ab. Stattdessen geben wir dir neutrale Prüfkriterien an die Hand.
AGB und Auszahlungsgarantie prüfen
Der wichtigste Punkt: Viele Anbieter sichern in ihren AGB keine feste Auszahlung zu. Manche behalten sich ausdrücklich vor, nichts auszuzahlen, falls sich für die Zertifikate kein Abnehmer findet. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Auszahlungsgarantie keineswegs selbstverständlich ist.
„Außerdem sollten Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen überprüfen, ob ein Mindesterlös zugesichert wird.“ — Verbraucherzentrale, Ratgeber zur THG-Quote
Lies deshalb die AGB und die Leistungsbeschreibung, bevor du unterschreibst. Achte darauf, ob der Anbieter eine verbindliche Auszahlung zusagt, in welchem Zeitraum gezahlt wird und unter welchen Bedingungen er die Zahlung verweigern darf. Ein seriöser Anbieter formuliert das klar und nachvollziehbar.
Vorsicht bei Mehrjahresverträgen
Manche Anbieter werben mit Mehrjahresverträgen, bei denen du dein Fahrzeug für mehrere Jahre im Voraus anmeldest. Das kann bequem sein, hat aber einen Haken: Die zugesagte Prämienhöhe gilt oft nur für das erste Jahr. Für die Folgejahre richtet sich die Auszahlung dann nach dem jeweils aktuellen Marktpreis — ohne dass du noch wechseln kannst.
Wäge daher ab: Ein Mehrjahresvertrag spart dir die jährliche Neuanmeldung, bindet dich aber an einen Anbieter. Da die Prämie ohnehin jedes Jahr neu beantragt werden muss, kann es sinnvoller sein, jährlich frei zu entscheiden und die Konditionen neu zu vergleichen.
Achtung: Kopplung an einen Stromvertrag
Einige Anbieter setzen voraus, dass du gleichzeitig Stromkunde bei ihnen wirst, um die volle Prämie zu erhalten. Das muss kein Nachteil sein, wenn der Stromtarif ohnehin attraktiv ist — aber prüfe die Gesamtrechnung. Eine etwas höhere Prämie nützt dir wenig, wenn du im Gegenzug einen teureren Stromtarif abschließt.
Checkliste seriöser Anbieter
Diese neutralen Kriterien helfen dir, einen verlässlichen THG-Anbieter zu erkennen — unabhängig vom Namen:
- Transparente Prämienangabe: Der Anbieter sagt klar, ob die Prämie fix oder variabel ist, und nennt keine unrealistisch hohen Garantiebeträge.
- Klare Auszahlungsbedingungen: AGB und Leistungsbeschreibung erklären verständlich, wann und unter welchen Bedingungen ausgezahlt wird.
- Nachvollziehbare Auszahlungsfrist: Der Anbieter nennt einen konkreten Zeitraum für die Auszahlung statt vager Formulierungen.
- Keine versteckten Kopplungsgeschäfte: Eine etwaige Bindung an einen Stromvertrag oder andere Leistungen wird offen kommuniziert.
- Erreichbarer Kundenservice: Es gibt einen klaren Kontaktweg für Rückfragen und Beschwerden.
- Vollständiges Impressum: Anschrift, Rechtsform und Verantwortliche sind transparent angegeben.
- Keine Vorkasse oder Gebühren: Für die reine Vermittlung der THG-Prämie solltest du nichts vorab bezahlen müssen.
THG-Prämie für Gewerbe und Flottenbetreiber
Auch Unternehmen können die THG-Prämie für ihre elektrischen Firmenfahrzeuge erhalten. Berechtigt ist das Unternehmen, das in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist. Für Flottenbetreiber kann sich daraus über viele Fahrzeuge ein nennenswerter Betrag summieren.
Bei größeren E-Flotten lohnt sich ein Anbieter, der eine Sammelanmeldung mehrerer Fahrzeuge unterstützt — das spart Verwaltungsaufwand. Wichtig zu wissen: Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen, behandelt das Finanzamt die Prämie als Betriebseinnahme. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Für Gewerbebetriebe ist die THG-Prämie oft nur ein Baustein einer größeren Elektromobilitäts-Strategie. Wer ohnehin auf E-Fahrzeuge umstellt, denkt sinnvollerweise auch die Ladeinfrastruktur am Standort mit — etwa AC-Ladepunkte für Mitarbeiterfahrzeuge oder ein intelligentes Lastmanagement. So wird aus einzelnen E-Autos eine durchdachte Gesamtlösung.
Hinweis für Flottenbetreiber: Plane den Antrag rechtzeitig ein. Bei vielen Fahrzeugen dauert die Datenerfassung länger, und auch hier gilt die Einreichungsfrist 15. November. Eine frühzeitige Sammelanmeldung verhindert, dass einzelne Fahrzeuge durchrutschen.
Ist die THG-Prämie steuerfrei?
Ob die THG-Prämie steuerfrei ist, hängt davon ab, ob das Fahrzeug privat oder betrieblich gehalten wird. Für ein privat gehaltenes E-Auto ist die Prämie steuerfrei, unabhängig von der Höhe. Gehört das Fahrzeug dagegen zum Betriebsvermögen, zählt die Prämie zu den steuerpflichtigen Betriebseinnahmen. Verbindliche Auskünfte gibt nur ein Steuerberater — die folgenden Punkte sind eine grobe Einordnung.
Privatfahrzeug
Bei einem privat gehaltenen Elektroauto ist die THG-Prämie steuerfrei — und zwar unabhängig von der Höhe der Auszahlung. Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 5. Mai 2022 klargestellt, dass der Erlös aus dem Verkauf der THG-Quote bei einem Fahrzeug im Privatvermögen keiner Einkunftsart zuzuordnen und damit nicht steuerbar ist. Du musst die Prämie für dein privat gehaltenes E-Auto also nicht in der Steuererklärung angeben.
Betriebsvermögen und Firmenwagen
Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen — etwa ein E-Dienstwagen oder ein Fahrzeug einer gewerblichen Flotte —, behandelt das Finanzamt die THG-Prämie als Betriebseinnahme. Sie unterliegt damit der Einkommen- oder Körperschaftsteuer. Auch ein Selbstständiger, der sein E-Auto dem Betriebsvermögen zugeordnet hat, muss die Prämie entsprechend verbuchen.
Steuerlicher Hinweis
Steuerliche Fragen sind komplex und hängen stark vom Einzelfall ab. Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Wenn du unsicher bist, ob und wie du die THG-Prämie versteuern musst, wende dich an einen Steuerberater oder an dein zuständiges Finanzamt. Das gilt besonders, wenn das Fahrzeug zum Betriebsvermögen gehört oder du weitere sonstige Einkünfte hast.
Was machst du mit dem Geld? Clever in deine E-Mobilität investieren
Die THG-Prämie ist ein jährlicher Geldbetrag, der sich über mehrere Jahre summiert. Wer das Geld nicht einfach im Alltag versickern lässt, kann es gezielt in die eigene Elektromobilität reinvestieren — und so die laufenden Kosten dauerhaft senken. Ein naheliegender Baustein ist die eigene Lademöglichkeit zu Hause.
Rechne es einmal durch: Wenn du die THG-Prämie über mehrere Jahre zur Seite legst, ist daraus schnell ein vierstelliger Betrag geworden. Genau in dieser Größenordnung bewegt sich die Anschaffung einer eigenen Wallbox inklusive Installation. Die THG-Prämie kann damit zu einem echten Finanzierungsbaustein für deine heimische Ladeinfrastruktur werden.
Warum sich die eigene Wallbox lohnt
Zu Hause zu laden ist in aller Regel deutlich günstiger als an öffentlichen Ladesäulen. Wer den Strom dann auch noch teilweise vom eigenen Dach bezieht, senkt die Ladekosten weiter. Die jährliche THG-Prämie und die Ersparnis beim Heimladen wirken in dieselbe Richtung: Beide machen dein Elektroauto wirtschaftlicher.
Wenn du wissen möchtest, wie viel du mit einer eigenen Wallbox tatsächlich sparst, hilft ein Blick auf die clevere AC-Wallbox als Ladelösung mit interaktivem Wallbox-Sparrechner. Der Rechner vergleicht deine jährlichen Ladekosten in drei Szenarien — öffentlich laden, mit Wallbox aus dem Netz laden und mit Wallbox Solarstrom laden — und macht den finanziellen Unterschied direkt sichtbar.
Noch einen Schritt weiter geht, wer den Ladestrom selbst erzeugt. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach kannst du deinen Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage laden und dein E-Auto an sonnigen Tagen praktisch zum Nulltarif bewegen. So verbindest du Immobilie und Mobilität zu einem System — und die THG-Prämie ist der jährliche Bonus obendrauf. Wohnst du in einem Mehrparteienhaus, ist außerdem die neue Wallbox-Förderung 2026 für Mehrparteienhäuser einen Blick wert.
Wallbox, PV und Ladelösung gemeinsam planen?
Wir beraten dich persönlich, wie du deine eigene Ladeinfrastruktur sinnvoll aufbaust — von der passenden Wallbox über den Anschluss bis zur Kombination mit einer Solaranlage. So holst du aus deinem E-Auto und der THG-Prämie das Maximum heraus.
Häufige Fragen zur THG-Prämie 2026
Wie viel THG-Prämie bekomme ich 2026 für mein E-Auto?
Wer bekommt die THG-Prämie 2026?
Ist die THG-Prämie dasselbe wie die E-Auto-Kaufförderung?
Bis wann muss ich die THG-Prämie 2026 beantragen?
Muss ich die THG-Prämie jedes Jahr neu beantragen?
Ist die THG-Prämie steuerfrei?
Warum war die THG-Prämie 2023 und 2024 so niedrig?
Bekommen auch Plug-in-Hybride die THG-Prämie?
Kann ich die THG-Prämie direkt beim Umweltbundesamt beantragen?
Lohnt sich die THG-Prämie 2026 noch?
Aus der THG-Prämie das Maximum holen — wir denken deine E-Mobilität weiter
Die THG-Prämie ist ein willkommener jährlicher Bonus für dein E-Auto. Richtig stark wird sie, wenn du sie als Baustein einer durchdachten Ladelösung nutzt: eigene Wallbox, Solarstrom vom Dach, alles aufeinander abgestimmt.
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Quellen und weiterführende Informationen
- Zoll: Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) — Quotenhöhe — zoll.de
- Umweltbundesamt: Anrechnung von Strom für Elektrofahrzeuge (Vollzug 38. BImSchV) — umweltbundesamt.de
- Verbraucherzentrale: THG-Quote — mit dem E-Auto Geld verdienen — verbraucherzentrale.de
- ADAC: THG-Quote — Geld verdienen mit dem E-Auto — adac.de
- § 37a Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) — gesetze-im-internet.de
Stand der Informationen: Mai 2026. Quotenhöhen, Prämienangaben und das Antragsverfahren werden regelmäßig angepasst, Prämienhöhen unterliegen einem schwankenden Marktpreis. Alle Angaben ohne Gewähr.